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Tomaten


 

Vor vielen hundert Jahren ließen sich schon die Azteken die Früchte der Wildtomaten schmecken und kultivierten sie auch. Kolumbus brachte das Gewächs mit nach Europa. Da die Tomatenpflanze bei uns nicht heimisch sind und bei der Aussaat ins Freiland keine Früchte hervorbringen würde, werden sie vorkultiviert.

Aussaat

Die Aussaat sollte spätestens Mitte April in eine Pflanzschale mit ungedüngter Erde erfolgen. Zwischen den einzelnen Samen sollte ein Abstand von 2 cm sein. Oberhalb nur dünn bedeckt und leicht befeuchtete. Bei 20 ° Grad und hellem Standort keimen die Samen innerhalb zwei Wochen.

Pikieren

Zum Pikieren werden die Pflanzen in 12 cm Töpfe umgesetzt und so tief eingepflanzt, dass die Keimblätter gerade noch herausragen. Dabei sollten nur die kräftigsten Pflanzen ausgewählt werden, bei denen die längeren Wurzelenden um ein drittel gekürzt werden können.

Aussetzen Ende Mai


Ende Mai (nach Eisheiligen) lassen die Temeraturen ein aussetzen der Pflanze zu. Sie sollte jetzt, je nach Aussaattermin ca. 15- 20 cm hoch sein. Achten Sie darauf das der Standort jedes Jahr wechselt und vorher gut mit Kompost versorgt wurde und im Halbschatten ist. Die Tomate sollte möglichst tief eingepflanzt werden damit sie viele Wurzeln ausbildet, anschließend gut angießen und mit einer dünnen Mulschicht bedecken. Der Pflanzabstand beträgt 80 cm. Da Tomaten sehr hoch wachsen empfielt sich eine Stütze ca. 1,50 cm hoch.

Sie sollten unbedingt darrauf achten, dass das Blattwerk nicht über längere Zeit feucht bleibt, dies könnte zu Pilzkrankheiten führen. Achten Sie auf einen Geschützten Standort. Im Handel giebt es zusätzliche Lösungen zum Schutz der Tomatenpflanzen.

Binden Sie die Pflanze laufen an dem Haupttreib an. Die Seitentriebe (Geiztriebe), die Aus den Blattachsel wachsen, sollten frühzeitig ausgebrochen werden.

Tomaten wollen regelmäßig aber nicht zu
häufig gegossen werden und mäßig gedüngt werden. Während der Blütezeit sollte, besonders bei Gewächshaustomaten, öfter an den Pflanzstäben gerüttelt werden, um die Selbstbestäubung zu unterstützen.

Ernte


Beim ernten darauf achten, dass Sie nur vollreife Früchte pflücken. Denn nur diese haben das Aroma voll entwickelt. Tomaten sollten nicht mit anderen Gemüse gelagert werden und nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden - darunter leidet das Aroma!

Tomaten sind sehr gesund und kalorienarm. Sie enthalten neben 95% Wasser, wenig Nährstoffe dafür reichlich Vitamin C, Mineralstoffe ( Kalium) und Spurenelemente. Lycopin verleiht der Tomate ihre Farbe, stärkt unser Immunsystem und senkt bestimmte Krebsrisiken.

Hier noch ein paar Tipps:

Schadbild Mögliche Ursachen
Abfallen der Blüten Temperatur zu hoch - lüften
Aufgeplatzte Tomaten Auf gleichmäßige Wasserversorgung achten
Vergilbte Blätter Nährstoffmangel (Eisen, Magnesium), Flüssigdüngung
Sumpfmeise 27 mm Durchmesser
Gerollte Blätter Boden überdüngt, unproblematisch
Fliegenschnäpper 34 mm Durchmesser
Fraßstellen Raupen ( Kohlweißling) - absammeln
Pflanze verwelkt/stirbt ab Fusarium-Welke - Pflanze entsorgen, Boden austauschen
Früchte reifen nicht aus Grünkragen - Andere Sorte wählen, Boden untersuchen lassen, nicht zu viele Blätter entfernen
Braune Blätter, faulende Frücht Pflanze entsorgen, Stanort wechseln, Tomaten überdachen, Frühsorteen wählen, mulchen
Gelbe Blattflecken, Blattunterseite braun Samtpfleckenkrankheit - zu niedriege Temperaturen, zu hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden, resistente Sorte wählen, z.B. Malinowski
Grauschimmel Botrytis - Pflanzabstand vergrößern, Pflanzen nicht verletzen, ausreichend belüften
Schwarzer Bereich auf den Früchten Blütenfäule - Nährstoffmangel Kalzium, unempfindliche Sorte anbauen