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Torffrei gärtnern: Moore und das Klima schützen

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In der Gartensaison werden immer wieder Millionen Beete und Blumentöpfe neu bepflanzt.

In Gartencentern und Baumärkten stapeln sich bereits die Säcke mit Blumen- oder Pflanzenerde. Da Garten- und Blumenerde bis zu 90 Prozent aus Torf besteht, rät der BUND jedoch vom Kauf herkömmlicher Erden ab.

Foto: ©Wolfgang Willner




Foto: ©Wolfgang Willner

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Die Torfgewinnung vernichtet Moore und mit ihnen viele seltene Pflanzen und Kleintiere. Moore sind nicht nur Lebensraum für Arten wie den Sonnentau oder das Birkhuhn, sie speichern auch das Klimagas Kohlendioxid.

In Deutschland werden jährlich etwa zehn Millionen Kubikmeter Torf verarbeitet. Zwei Millionen davon durch privaten Verbrauch. Geht die Zerstörung der Moore weiter wie bisher, rechnet der BUND mit einer Erschöpfung der zum Abbau genehmigten Torfvorräte in etwa zehn Jahren. Für den Klimaschutz hätte dies dramatische Folgen. Allein in Deutschland setzt die Torfgewinnung jährlich rund zwei Millionen Tonnen CO2 frei.

Foto: ©Wolfgang Willner

Zusatzstoffe wie Kompost, Rindenhumus oder Holzfasern können den Torf-Anteil der Gartenerde problemlos ersetzen. Mittlerweile bieten viele Hersteller auch Gartenerde ohne Torf an.


Foto: ©Wolfgang Willner

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Der Verbraucher sollte darauf achten, dass es sich tatsächlich um 100-prozentig torffreie Produkte handelt. Erden, die mit "torfreduziert" oder "torfarm" beworben werden, enthalten zumeist 60 bis 80 Prozent Torf.

Rindenkompost ist ebenfalls ein vollwertiger Ersatz für Torferde. Rindenmulch jedoch nicht, dieser wird ausschließlich zur Abdeckung von Beeten und Gartenflächen verwendet. Robuste heimische Pflanzenarten benötigen generell keine Torferde.

PDF: BUND-Einkaufsführer für torffreie Erde
Quellen: BUND
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